Asien-Märkte unter Druck: Trumps Zoll-Drohungen verunsichern Anleger
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag überwiegend Verluste, nachdem die erneuten Zoll-Androhungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump die Anleger verunsicherten. Die Unsicherheit über die Handelsbedingungen zwischen den USA und wichtigen Partnern wie China und der EU belastet die Stimmung, während Gold als sicherer Hafen weiter an Attraktivität gewinnt.
Asiatische Börsen im Abwärtstrend
Die wichtigsten Indizes in der Region gaben nach:
- Der Nikkei 225 in Japan fiel um 1,8 % auf 37.120,33 Punkte.
- Der südkoreanische Kospi verlor 1,89 %, während der Kosdaq um 1,94 % nachgab.
- In Hongkong sank der Hang Seng Index um 0,63 %, und der chinesische CSI 300 schloss 0,44 % tiefer.
Einziger Lichtblick war Australiens S&P/ASX 200, der leicht um 0,16 % zulegte, nachdem Premierminister Anthony Albanese Neuwahlen für den 3. Mai angekündigt hatte.
Automobilbranche leidet unter Trump-Zöllen
Besonders hart traf es die Aktien asiatischer Autobauer. Trump hatte angekündigt, auf „alle nicht in den USA produzierten Fahrzeuge“ einen Zoll von 25 % zu erheben. Die Folgen:
- Toyota: -4,49 %
- Honda: -4,33 %
- Kia Motors: -2,35 %
Experten warnen vor langfristigen Auswirkungen auf die Lieferketten und die globale Wettbewerbsfähigkeit der Branche.
Gold glänzt als sicherer Hafen
Inmitten der Unsicherheit erreichten die Goldpreise ein neues Rekordhoch. COMEX-Gold-Futures stiegen auf 3.082,70 US-Dollar pro Unze. Goldman Sachs erhöhte seine Prognose auf 3.300 US-Dollar bis Jahresende, gestützt auf starke Nachfrage von Zentralbanken.
Tokios Inflation beschleunigt sich
Die Kerninflationsrate (ohne Frischwaren) in der japanischen Hauptstadt stieg im März auf 2,4 % – höher als erwartet. Dies könnte die Bank of Japan unter Druck setzen, ihre lockere Geldpolitik zu überdenken.
Ausblick: Was bedeutet das für die Märkte?
Die aktuelle Volatilität dürfte anhalten, solange die Handelsspannungen zwischen den USA und ihren Partnern nicht geklärt sind. Sollte Trump seine Zoll-Drohungen umsetzen, könnten weitere Sektoren wie Technologie und Einzelhandel unter Druck geraten. Gleichzeitig könnte Gold weiter an Bedeutung gewinnen, während Anleger defensive Aktien bevorzugen.
Kurzfristig werden die Märkte auf politische Signale aus den USA und China reagieren. Sollte es zu einer Einigung im TikTok-Streit kommen, könnte dies die Stimmung kurzfristig entlasten. Langfristig bleibt die Frage, ob protektionistische Maßnahmen die globale Konjunktur belasten werden.