JPMorgan erweitert Blockchain-Zahlungsdienst Kinexys um britische Pfund-Unterstützung
Der Finanzriese JPMorgan hat seinen blockchain-basierten Zahlungsdienst Kinexys um die Unterstützung für britische Pfund-Konten erweitert. Damit reagiert die Bank auf die wachsende Nachfrage nach effizienten Zahlungslösungen in verschiedenen Währungen, insbesondere in einem Markt, der bisher stark auf den US-Dollar fokussiert war.
Was ist Kinexys und warum ist diese Erweiterung wichtig?
Kinexys, ursprünglich als JPM Coin im Jahr 2019 gestartet, ist eine Blockchain-basierte Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, Gelder zwischen JPMorgan-Konten zu transferieren und Devisengeschäfte rund um die Uhr abzuwickeln. Die Einführung der britischen Pfund-Unterstützung folgt weniger als ein Jahr nach der Integration des Euros und unterstreicht die strategische Ausrichtung der Bank auf globale Zahlungslösungen.
Die Lücke im Stablecoin-Markt
Laut Naveen Mallela, globalem Co-Leiter der Onyx-Plattform, die Kinexys betreibt, sind 80 % des Transaktionsvolumens weiterhin dollar-basiert. Dennoch steigt die Nachfrage nach Pfund-Transfers, was auf eine Marktlücke hinweist. Der Stablecoin-Markt, der ein Volumen von 230 Milliarden US-Dollar umfasst, ist fast ausschließlich auf den US-Dollar ausgerichtet. Dies schränkt Unternehmen ein, die schnelle und kostengünstige Zahlungen in anderen Währungen benötigen.
Wer profitiert von der neuen Pfund-Unterstützung?
Zu den ersten Teilnehmern der erweiterten Dienstleistung gehören:
- SwapAgent – ein Post-Trade-Unternehmen der London Stock Exchange Group
- Trafigura – einer der größten Rohstoffhändler der Welt
Diese Partnerschaften zeigen, dass Kinexys gezielt auf institutionelle Kunden und Großunternehmen abzielt, die effiziente Zahlungsabwicklungen benötigen.
Transaktionsvolumen und Marktpotenzial
Derzeit verarbeitet das Kinexys-Netzwerk täglich über 2 Milliarden US-Dollar an Transaktionen. Obwohl dies nur einen kleinen Teil des gesamten täglichen Zahlungsvolumens von JPMorgan (10 Billionen US-Dollar) ausmacht, deutet die Erweiterung auf ein erhebliches Wachstumspotenzial hin.
Warum setzen Banken wie JPMorgan auf Blockchain?
Blockchain-Technologie bietet mehrere Vorteile für den Finanzsektor:
- Schnellere Abwicklung – Transaktionen können in Echtzeit oder nahezu in Echtzeit abgewickelt werden.
- Kostensenkung – Durch den Wegfall von Zwischenhändlern sinken die Gebühren.
- Globale Erreichbarkeit – Zahlungen sind rund um die Uhr möglich, unabhängig von Zeitzonen.
Diese Faktoren machen Blockchain besonders attraktiv für internationale Unternehmen, die auf effiziente Zahlungssysteme angewiesen sind.
Ausblick: Was bedeutet dies für den Markt in den kommenden Wochen?
Die Erweiterung von Kinexys um das britische Pfund könnte folgende Auswirkungen haben:
- Wettbewerbsdruck – Andere Banken und Finanzdienstleister könnten nachziehen und eigene Blockchain-Lösungen anbieten.
- Wachstum des Stablecoin-Marktes – Nicht-Dollar-Stablecoins könnten an Bedeutung gewinnen.
- Institutionelle Akzeptanz – Mehr Großunternehmen könnten Blockchain-basierte Zahlungen nutzen.
Zusammenfassend zeigt JPMorgans Schritt, dass Blockchain-Technologie zunehmend in traditionelle Finanzsysteme integriert wird. In den nächsten Wochen könnte dies zu einer verstärkten Dynamik im Markt für digitale Zahlungslösungen führen.
Fazit
Die Erweiterung von Kinexys um britische Pfund-Unterstützung ist ein weiterer Schritt in Richtung einer globalisierten, blockchain-basierten Finanzinfrastruktur. Für den Markt bedeutet dies möglicherweise eine beschleunigte Adoption von Kryptowährungen und Stablecoins in institutionellen Kreisen sowie eine verstärkte Konkurrenz unter Finanzdienstleistern.